Fragen & Antworten
1. Meine Frau leidet an Reizmagen. Was hilft bei Reizmagen?
Ganz wichtig: Stress reduzieren und „Entspannungsoasen“ in den Alltag integrieren. Dann sollte Ihre Frau auf eine „gesunde“ Ernährung achten, die ihr gut tut. Weiter: Kleine Portionen essen, viel Bewegung in den Alltag einbauen, auch das hilft häufig bei Verdauungsbeschwerden. Zur Therapie: Die Verdauung ist ein komplexer Vorgang, der an sehr vielen „Stellschrauben“ gestört sein kann – insbesondere bei Reizmagen ist das so. Wenn man Präparate aus der Apotheke zur Eigenbehandlung nimmt, sollte man daher Arzneimittel wählen, die die Verdauung ganzheitlich regulieren, d.h. an vielen dieser „Stellschrauben“ gleichzeitig positiv einwirken, beispielswiese über die Anregung des Magenmotors Gastrin, dem Schlüsselhormon der Verdauung.
2. Mein Arzt hat mir empfohlen, ich solle ein Symptomtagebuch Reizmagen führen. Bringt das was?
Ja, ein Symptomtagebuch ist hilfreich, um die individuelle Therapie schneller und gezielter zu finden. Dazu tragen Patienten in das Symptomtagebuch ihre genauen Lebensumstände beim Auftreten der funktionellen Magenbeschwerden ein: Diese Angaben erleichtern im Arzt-Patienten-Dialog, die individuellen Ursachen herauszufinden und dann die richtige Therapie einzuleiten.
TIPP: Weitere Infos zum Reizmagen und dem Symptomtagebuch liefert der Informationsfilm mit Herrn Dr. Dr. Bernhard Uehleke vom Immanuel Krankenhaus/Charité Berlin.
3. Warum sollten Säureblocker bei Reizmagen nicht eingenommen werden?
Säureblocker („Protonenpumpenhemmer / PPI“) haben keine Zulassung zur Behandlung des Reizmagens („funktionelle Dyspesie“) - also helfen sie in der Regel auch nicht, da andere Ursachen zu Grunde liegen. Im Gegenteil: Sie können sogar unerwünschte Nebenwirkungen verursachen. Darüber hinaus kann es dann beim Absetzen von Säureblockern erneut zu Magen-Darm-Beschwerden kommen.
TIPP: Weitere Infos zum Reizmagen und PPI liefert der Informationsfilm mit Herrn Dr. Dr. Bernhard Uehleke vom Immanuel Krankenhaus/Charité Berlin.
