Fragen & Antworten

1. Ich habe mir Säureblocker in der Apotheke gekauft, ohne vorher mit meinen Arzt zu sprechen. Viele Experten aber empfehlen, man sollte Säureblocker nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen. Warum?

Alle Säureblocker („Protonenpumpenhemmer / PPI“) sollten idealer Weise nur nach Rücksprache mit dem behandelten Arzt eingenommen werden – denn es sind stark wirksame Substanzen, die andere Stoffwechselvorgänge und die Wirkung weiterer Medikamente beeinflussen können. PPI können bei langfristiger Einnahme teils schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen; beispielsweise ein erhöhtes Risiko von:

  • Pilz- und Bakterieninfektionen
  • Durchfall
  • Verdauungsbeschwerden
  • Lungenentzündung
  • Osteoporose (Knochenschwund- und Knochenbrüche)
  • Abhängigkeit von Säureblockern

Außerdem werden PPI ohne ärztliche Diagnose und Therapieempfehlung häufig außerhalb Ihres Anwendungsgebietes eingenommen – das ist das dann besonders bedenklich, denn sie wirken nicht, können aber trotzdem Nebenwirkungen verursachen.
Bei leichteren Beschwerden sollten Sie besser auf Alternativen aus der Apotheke zugreifen, beispielsweise solche, die die Verdauung ganzheitlich regulieren.

TIPP: Weitere Infos zu Säureblockern liefert der Informationsfilm mit Herrn Dr. Rainer Stange vom Immanuel Krankenhaus, Berlin.

2. Warum sollten Säureblocker bei Reizmagen nicht eingenommen werden?

Säureblocker („Protonenpumpenhemmer / PPI“) helfen in der Regel bei Reizmagenbeschwerden nicht, da andere Ursachen zu Grunde liegen. Sie haben daher auch keine Zulassung zur Behandlung des Reizmagens („funktionelle Dyspesie“). Im Gegenteil: Sie können unerwünschte Nebenwirkungen verursachen. Darüber hinaus kann es dann beim Absetzen von Säureblockern zu weiteren Magen-Darm-Beschwerden kommen.

TIPP: Weitere Infos zum Reizmagen und PPI liefert der Informationsfilm mit Herrn Dr. Dr. Bernhard Uehleke vom Immanuel Krankenhaus/Charité Berlin.

3. Auf Ihrer Website habe ich von Untersäuerung gelesen. Wie kann ich feststellen, ob es mir an Magensäure mangelt?

Es gibt Untersuchungsmethoden, um den Säuregehalt zu bestimmen. Man
kann eine so genannte „Langzeit-PH-Metrie“ durchführen. Hierzu wird eine Sonde durch die Speiseröhre und den Magen eingeführt und für einen Tag belassen. Man nutzt dieses Verfahren, um bei Sodbrennen abzuklären, ob eine Operation helfen kann. Betroffene können ihre Untersäuerung beispielsweise daran bemerken, wenn die oft vorschnelle Behandlung mit einem Säurehemmer langfristig nicht den gewünschten Erfolg zeigt. Bei allgemeinen Verdauungsbeschwerden wie Völle- und Druckgefühl, Bauchschmerzen oder übermäßigem Aufstoßen muss man nicht zwangsläufig eine „Langzeit-PH-Metrie“ über sich ergehen lassen, um den Säuregehalt zu bestimmen. Oft ist auch ein ganzheitlicher Therapieversuch mit einem Enzympäparat sinnvoll, das den Magenmotor Gastrin, das Schlüsselhormon der Verdauung in Gang setzt.

4. Wenn ich deftig und viel esse bekomme ich oft saures Aufstoßen, meist zusammen mit einem unangenehmen Brennen im Hals. Ist das „Sodbrennen“? Was kann ich dagegen tun?

Saures Aufstoßen ist eine andere Bezeichnung für Sodbrennen. Dieses brennende Kratzen in der Speiseröhre wird durch Magensäure und Speisebrei verursacht, die in die Speiseröhre zurücklaufen. Besonders oft tritt Sodrennen nach deftigen und fetten Mahlzeiten auf. Sind diese dazu stark gesalzen und scharf gewürzt, kann das saure Aufstoßen noch unangenehmer werden. Auch übermäßiger Süßigkeitenverzehr oder reichlicher Alkohol- und Nikotinkonsum trägt zu vermehrtem Sodbrennen bei. Versuchen Sie also beim Essen, Trinken und Genießen ein wenig „kürzer zu treten“, um Sodbrennen zu vermeiden.
Wichtig: Wenn Sie häufiger in der Woche an Sodbrennen leiden und die Beschwerden vor allem nachts im Liegen auftreten , sollten Sie einen Arzt aufsuchen! Das gilt insbesondere dann, wenn Sie neben dem sauren Aufstoßen keine weiteren Verdauungsbeschwerden haben. In dem Fall kann die so genannte „Reflux-Krankheit“ vorliegen, die unbedingt vom Arzt behandelt werden sollte. Leiden Sie hingegen nur gelegentlich nach üppigen Mahlzeiten oder Alkoholgenuss an Sodbrennen und verspüren dazu noch andere Verdauungsbeschwerden wie Magenschmerzen, Völlegefühl oder Blähungen, dann kann ein biologisches Enzympräparat aus der Apotheke schnell und direkt helfen, indem es die Verdauung ganzheitlich reguliert (z.B. Enzynorm f).